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17. September 2026

Science Meets Fiction: Das Festival zwischen Forschung und Fiktion

Was 2018 mit einer zunächst noch vagen Idee begann, ist mittlerweile ein fixer Bestandteil des Salzburger Kultur- und Wissenschaftskalenders: Das Science meets Fiction-Festival bringt Wissenschaft und Science Fiction zusammen und widmet sich dabei jedes Jahr einem neuen Schwerpunktthema. Von 23. September bis 7. Oktober 2026 steht dieses Jahr „Outer Space“ im Mittelpunkt.

Konzipiert und organisiert wird das Festival von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen und der FH Salzburg. Einer der Initiatoren ist Elmar Schüll, Forschungsleiter am Department Angewandte Sozialwissenschaften. Im Zentrum des Festivals steht die Verbindung von fiktionalen Zukunftsentwürfen und wissenschaftlichen Erkenntnissen: Science Fiction dient dabei als Ausgangspunkt, um Zukunftsbilder zu hinterfragen, aktuelle Entwicklungen zu beleuchten und Fragen zu diskutieren, die uns bereits heute beschäftigen.

Auch das diesjährige Programm zeigt, wie vielfältig diese Perspektiven sein können. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht von Raumfahrt und möglichen Lebenswelten im All über Literatur und Games bis hin zu Musik, Film und gesellschaftspolitischen Fragen. „Outer Space“ ist dabei der gemeinsame thematische Rahmen, der die unterschiedlichen Perspektiven miteinander verbindet.

Was aber macht ein Festival aus, das seit acht Jahren Wissenschaft und Science Fiction miteinander verbindet? Es sind nicht zuletzt die Menschen dahinter, ihre Ideen und die vielen besonderen Momente, die das Festival über die Jahre begleiten. Elmar ist seit den Anfängen Teil von Science meets Fiction und hat das Festival wesentlich mitgestaltet. Im Interview erzählt er uns mehr!

Was war 2018 die Idee hinter der Gründung von Science meets Fiction?

Die Idee, Filme oder Erzählungen der Science-Fiction wissenschaftlich zu reflektieren und zu kontextualisieren, hatte ich schon länger. Es war aber noch sehr vage und grundsätzlich, eben eine Idee. 2018 war die Zeit dann vermutlich einfach reif.

Die Kooperation zwischen unserem Department und der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, die Förderzusage der Stadt Salzburg und die große Bereitschaft von mehreren Salzburger Institutionen, sich da einzubringen, hat uns erlaubt, 2018 zu starten.

An welches Highlight aus den vergangenen Jahren erinnerst du dich besonders gerne?

Eine schwer zu beantwortende Frage, weil es so viele schöne Momente gab. Die allererste Veranstaltung, also der Eröffnungsvortrag des ersten Festivals 2018 von Karlheinz Steinmüller im vollen Literaturhaus, bleibt mir natürlich in Erinnerung.

Das ausverkaufte Kino und die Stimmung bei der Vorstellung von „Odyssee im Weltraum“ im Jahr 2023 sind mir auch noch sehr präsent. Ein weiteres Highlight war für mich der Besuch der VEGA Sternwarte vom Haus der Natur, ebenfalls 2023.

Oder der Vortrag des Roboterethikers Oliver Bendel, den wir extra aus der Schweiz eingeladen hatten, in Kombination mit der Vorführung von „Blade Runner 2049“. Das war auch gleich im ersten Durchgang 2018. Es gäbe noch mehr Beispiele, eigentlich war jedes Jahr etwas Besonderes.

Auf welche Veranstaltung im diesjährigen Programm freust du dich am meisten?

Auch das ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Was mich sehr freut, ist, dass wir zum ersten Mal einen eigenen Beitrag zum Themenbereich der Musik haben. Der Klangkünstler und Komponist Jens Heuler zeigt am 25. September in DAS KINO Ausschnitte aus mehreren Science-Fiction-Filmen und analysiert, was man da – oft unbewusst – eigentlich hört. Wie interagiert die Musik mit der Erzählung? Wie hat sich Filmmusik der Science Fiction im Lauf der Zeit geändert? Das werden Fragen sein, die Jens Heuler da bespricht.

Wir sind einmal mehr zu Gast in der Stadtbibliothek, in diesem Jahr aber zum ersten Mal in der Panoramabar – eine tolle Location und mehr als passend für die Eröffnungsveranstaltung des Festivals. Der Journalist und Autor Christoph Seidler wird uns dort über aktuelle Entwicklungen der bemannten und unbemannten Raumfahrt ins Bild setzen.

Insgesamt freue ich mich einmal mehr darüber, dass wir so viele verschiedene Beiträge im Programm haben. Das Thema „Outer Space“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm, die einzelnen Programmpunkte sind aber vielfältig. Ich denke, das macht jedes Jahr den Reiz des Festivals aus.